Auf der Suche nach möglichen Investitionen stieß ich zwangsläufig auf Namen, die allgegenwärtig waren. Microsoft, Google, Apple. Unternehmen, deren Produkte mich täglich begleiteten und deren Technologien eng mit meinem beruflichen Umfeld verknüpft waren. Sie wirkten vertraut, beinahe selbstverständlich. Gerade deshalb schienen sie auf den ersten Blick naheliegende Kandidaten.
Ich betrachtete sie aus der Nähe, so wie man etwas betrachtet, das man lange kennt. Ich verstand ihre Produkte, ihre Plattformen, ihre Bedeutung für ganze Ökosysteme. Aus technischer Sicht war vieles beeindruckend, teilweise konsequent, teilweise visionär. Diese Unternehmen hatten Strukturen geschaffen, die weit über einzelne Anwendungen hinausgingen. Sie prägten Arbeitsweisen, Kommunikationsformen und Erwartungen.
Und dennoch blieb Distanz. Trotz fachlicher Nähe stellte sich keine innere Überzeugung ein. Es fehlte etwas, das sich nicht klar benennen ließ. Kein Argument, keine Kennzahl, kein technisches Detail konnte diesen Mangel ausgleichen. Der Funke sprang nicht über. Je intensiver ich mich mit diesen Firmen beschäftigte, desto stärker wurde dieses Gefühl.
Vielleicht lag es an ihrer Größe, an ihrer Selbstverständlichkeit. Sie waren längst etabliert, fast schon Teil der Infrastruktur. Ihre Dominanz ließ wenig Raum für Vorstellungskraft. Sie funktionierten, sie wuchsen, sie lieferten Ergebnisse. Aber sie bewegten mich nicht. Ich konnte ihren Erfolg erklären, aber ich konnte ihn nicht fühlen.
Diese Erkenntnis war irritierend. Ich hatte angenommen, dass Nähe zum eigenen Beruf automatisch zu Überzeugung führen würde. Dass Vertrautheit ein Vorteil sei. Doch gerade diese Vertrautheit schien eine Grenze zu ziehen. Ich sah zu viel, um mich begeistern zu lassen, und zu wenig, um echte Neugier zu entwickeln.
So blieben Microsoft, Google und Apple Begegnungen ohne Konsequenz. Sie waren präsent, analysierbar, nachvollziehbar. Aber sie wurden keine Entscheidungen. Nicht aus Ablehnung, sondern aus fehlender innerer Verbindung. Ich begann zu verstehen, dass Investieren mehr verlangt als rationale Zustimmung. Es braucht einen Punkt, an dem Überzeugung entsteht.
Diese Begegnungen lehrten mich, dass gute Unternehmen nicht automatisch gute Investitionen für jeden sind. Nähe kann Klarheit schaffen, aber sie kann auch Distanz erzeugen. Der fehlende Funke war kein Zeichen von Fehler, sondern ein Hinweis. Er zeigte mir, dass ich noch suchen musste – nach etwas, das ich nicht nur verstand, sondern trug.